Meine Ernährung

Für die Einen ist meine Ernährungsweise unerträglich,

für Andere vorbildliche Disziplin.

Für mich ist sie einfach nur mein Weg, der mir gut tut.


Die Reaktion meines Körpers zeigt mir,

dass mancher Verzicht in Wahrheit vielmehr ein Gewinn ist.

Nikotin löst bei mir von Migräne bis Mandelentzündung alles aus. Alkohol senkt meinen Blutdruck dermaßen, dass meine Muskeln unruhig werden und ich sehr sehr müde werde. Außerdem bilden sich heiße, rote Flecken auf meinem Gesicht, Hals und Dekolleté. Koffein jagt meinen Kreislauf erst in schwindelerregende Höhen, nur um ihn kurz darauf in den Keller zu treiben.

Alles also keine Wirkungen, die besonders erstrebenswert sind.


Lange Zeit glaubte ich, auch keine Milch und keinen Orangensaft zu vertragen. Auch dachte ich, wenn ich allzu fette Speisen zu mir nahm, würden diese mir nicht bekommen. Aber das hatte sich dann irgendwann als Missverständnis herausgestellt, denn die Ursache waren ganz andere Lebensmittel, die nur im jeweiligen Zusammenhang negativ wirkten.

Im Grunde vertrage ich alles, was natürlicher Herkunft ist. Frisches Obst, knackiges Gemüse, herzhaftes Blattgrün, Wurzelgemüse, aromatische Pilze, essbare Blüten, Honig, Ei und Eispeisen, saftiges Fleisch, zarter Fisch, fette Rohmilch. Selbst Käse und Schinken vertrage ich gut.

Daraus resultiert, dass ich viele Dinge, die ich früher gedankenlos gekauft habe, selbst mache. Ob Eis, Pizza mit getreidefreiem Boden, oder Saucen wie Ketschup oder Guacamole.


Ich habe bei der Anpassung meiner Ernährung an die Bedürfnisse meines Körpers einiges festgestellt: Zuckerentzug braucht fünf Wochen und ist in der dritten Woche am schlimmsten. Doch der Gewinn ist ein verfeinerterer Geschmackssinn. Obst- und Gemüsesorten schmecken auf einmal viel differenzierter. Davon abgesehen ist Zucker ein Entzündungsförderer. Entzündliche Prozesse im Körper werden so begünstigt. Abgesehen davon ist nachgewiesen das zuviel Zucker dick, müde und lethargisch macht, sowie Diabetes Typ 2 auslöst.


Der Verzicht auf Getreideprodukte jeglicher Art resultiert aus einigen Artikeln aus der Paleo-Küche. Was ich selbst festgestellt habe, nachdem ich den fünf-wöchigen Getreideentzug (zusammen mit Zuckerentzug) durchstanden hatte war, dass ich ohne nennenswerte Schwierigkeiten mein Idealgewicht erreichen konnte, was mir vorher jahrelang versagt geblieben war. Auch hatte sich mein Hautbild deutlich verbessert. Heute fällt mir auf, sobald ich Getreideprodukte zu mir nehme, dass sich mein Körper mit leichten Verdauungsstörungen bemerkbar macht. Das war mir vor der Ernährungsumstellung nie so bewusst gewesen, aber eigentlich waren diese Verdauungsstörungen immer schon da gewesen. Aber sie waren so leicht und diffus, dass ich mir nie Gedanken darüber gemacht hatte.


Ich hatte vor meiner Ernährungsumstellung immer schon darauf geachtet, das Fleisch nicht täglich auf den Tisch kommt. Heute ist es so, dass ich darauf achte, dass es auch nicht häufiger als einmal die Woche ist. Ich halte mich da an unsere vorindustriellen Vorfahren. Die konnten auch nicht allzu häufig über Fleisch verfügen und wer einmal die Woche Fleischgerichte auf den Tisch bringen konnte, galt als wohlhabend. Dann jedoch kaufe ich sehr hochwertiges Fleisch, am besten in Bioqualität. Das kommt meinen Geschmacksnerven, meinem Körper und hoffentlich auch dem Tier im Rahmen der Haltungsbedingungen zugute.


Um Geschmack an meine Speisen zu bringen, stehen mir frische und (gefrier-)getrocknete Kräuter und vor allem Öle und Fette zur Verfügung. Dabei achte ich darauf , dass sie nicht zu stark verarbeitet sind (Olivenöl, fair gehandeltes Kokosfett, Butter, etc.). Viele Vitamine sind fettlöslich (E, D, K, A). Und Fett macht nicht fett, solange kein Zucker und keine Kohlenhydrate dabei sind. Wie gesagt: ich habe dabei deutlich abgenommen (sucht jemand gebrauchte Jeans?).


Wenn es doch mal etwas zubereitetes sein soll, wie zum Beispiel Quark, oder eben Käse und Schinken, achte ich erstens darauf, dass kein Zucker zugesetzt ist. Er verbirgt sich im Allgemeinen hinter allem, dass auf -ose endet (Gluckose, Saccarose, Maltose, Dextrose, Fructose).

Wichtig ist des Weiteren auf Zuckeraustausstoffe zu achten wie beispielsweise Saccarin oder Aspartam. Nicht umsonst werden solche Stoffe in der Schweinemast eingesetzt. Ganz nebenbei stehen sie im Verdacht krebserregend zu sein.

Ein weiterer Punkt auf den ich achte, wenn ich auf die Zutaten meiner Lebensmittel blicke: Kann ich es aussprechen und weiß ich dann, was das ist? Natriumsulfit beispielsweise ist ein Konservierungsmittel, das meistens keine Nebenwirkungen hervorruft, jedoch Asthma, Kopfschmerzen und Migräne verursachen kann. Viele für den Menschen schädliche Stoffe verbergen sich hinter den sogenannten E-Nummern. Einige davon sind völlig harmlos wie E160a, was Beta-Carotin ist und dazu dient, Lebensmitteln eine hübsch orange-rote Farbe zu verleihen. Andere sind besser zu meiden, wie E250 was Nitritpökelsalz ist. Dieser Stoff findet sich in Wurst- und Fleischerzeugnissen, in Dosenfleisch, Speck, Wurst und Schinken  und steht im Verdacht gefäßerweiternd, blutdrucksenkend und krebserregend zu sein. Akute Vergiftungserscheinungen sind hier die Folge.


Mir ist klar, dass ich bei der Ernährung vieles falsch, aber genauso viel richtig machen kann. Es ist ein weites Feld, was nicht mal eben in einem Blogartikel abgehandelt werden kann.

Wer jedoch meine Seite schon genauer studiert hat, wird festgestellt haben, dass ich Ernährungsberatung gebe. Ich bemühe mich, bei solch einer Beratung verständliches Deutsch anzuwenden und möglichst einfache Wege zu zeigen, wie man sich sowohl daheim, als auch auf Arbeit und unterwegs gesund und wohlschmeckend ernähren kann.

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